Kaufberatung für Kompressoren
Möchten Sie einen Kompressor kaufen? Bei HBM Machines sind Sie genau richtig! Vom Mini-Kompressor fürs Camping bis hin zum raumfüllenden Kolben- oder Schraubenkompressor für große Werkstätten mit vielen Druckluftwerkzeugen, bei uns finden Sie immer das passende Gerät. HBM Machines ist außerdem der richtige Partner für separate Druckbehälter oder Lufttrockner (Luftentfeuchter). HBM bietet eine eigene Produktlinie von Kompressoren an und vertreibt zusätzlich Geräte der renommierten Marke Michelin.
Arten von Kompressoren
Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Kompressoren unterscheiden, die am häufigsten zur Erzeugung von Druckluft in Werkstätten eingesetzt werden.
1. Kolbenkompressoren
Kolbenkompressoren können entweder direkt angetrieben oder riemengetrieben sein. Außerdem unterscheidet man dabei zwischen ölgeschmierten und ölfreien Kompressoren.
Riemengetriebene Kompressoren
Diese Kompressoren sind mit einem Riemenantrieb ausgestattet, oft in Kombination mit einem Lüfter. Diese Variante von Kolbenkompressoren ist ölgeschmiert und luftgekühlt und wird hauptsächlich für längere Einsätze verwendet. Sie ist jedoch nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt.
Direkt angetriebene Kompressoren
Diese Kompressoren werden direkt vom Motor angetrieben, ohne Riemen. Sie sind häufig ölgeschmiert, verfügen jedoch nicht über eine Zwangskühlung. Dadurch eignen sie sich eher für kurzzeitige Einsätze als für den Dauerbetrieb.
Ölfreie Kompressoren
Ölfreie Kolbenkompressoren sind besonders für Anwender geeignet, die nur kurzzeitig mit dem Kompressor arbeiten. Der Vorteil eines ölfreien Kompressors besteht darin, dass er nur wenig Wartung benötigt. Ein Nachteil ist jedoch, dass der Kompressor schnell heiß werden kann und daher nicht für den langfristigen Dauereinsatz geeignet ist.
Geräuscharme Kompressoren
Diese Kompressoren sind besonders leise im Betrieb. Sie sind direkt angetrieben, ölfrei und daher besonders wartungsarm.
2. Schraubenkompressoren
Diese Geräte bieten die größte Luftleistung, sind relativ leise und eignen sich hervorragend für den Dauereinsatz. Sie können den ganzen Tag laufen und ein enormes Luftvolumen erzeugen, oft unter hohem Druck.
Kolbenkompressor vs. Schraubenkompressor
Die Wahl zwischen einem Kolbenkompressor und einem Schraubenkompressor hängt stark davon ab, wie lange der Kompressor täglich läuft. Außerdem spielen die konstante Arbeitsbelastung und das benötigte Volumen eine Rolle.
Wenn Sie einen Kompressor benötigen, der den ganzen Tag laufen kann, ein hohes Volumen liefert und einen hohen Arbeitsdruck aufweist, ist ein Schraubenkompressor die richtige Wahl. Ein Kolbenkompressor eignet sich dagegen besser für gelegentliche Einsätze.
Welchen Kompressor benötige ich?
Denken Sie vor dem Kauf über folgende Fragen nach:
Ist der Kompressor für den Heimgebrauch oder für eine Werkstatt gedacht?
Möchten Sie Werkzeuge mit Druckluft betreiben oder nur blasen bzw. aufpumpen?
Möchten Sie Airbrush- oder Lackierarbeiten durchführen?
Bei welchem Druck (bar) arbeitet Ihr Werkzeug?
Wie hoch ist der Luftverbrauch (l/min) Ihres Werkzeugs bei 6,2 bar?
Arbeiten Sie intervallweise oder kontinuierlich?
Wie wichtig ist Ihnen ein niedriger Geräuschpegel?
Haben Sie einen 400-Volt-Stromanschluss oder nur 230 Volt?
Hier finden Sie alle unsere Videos zu Kompressoren.
In diesen Videos erklärt Arjan von HBM die verschiedenen Kompressoren und hilft Ihnen bei der richtigen Auswahl.
Wann wähle ich einen Luftkompressor ohne Druckbehälter?
Ein Kompressor ohne Lufttank ist ideal, wenn Mobilität und Kompaktheit wichtig sind. Er kann beispielsweise im Urlaub zum Aufpumpen von Bällen und Luftmatratzen, zum Aufpumpen von Reifen oder zum Abblasen von Staub mit einer Druckluftpistole verwendet werden.
Der Nachteil eines Kompressors ohne Druckbehälter besteht darin, dass der Motor während des Betriebs kontinuierlich läuft und keine Druckluftreserve aufgebaut wird. Dadurch ist der Druck weniger stabil als bei Modellen mit Druckbehälter. In der Praxis funktionieren diese Kompressoren oft wie Luftpumpen, die sofort nach dem Einschalten Luft liefern.
Ein Druckventil verhindert, dass Luft durch den Schlauch strömt, wenn das angeschlossene Werkzeug nicht in Betrieb ist.
Wann wähle ich einen Luftkompressor mit Druckbehälter?
Kompressoren mit Druckbehälter sind erforderlich für Werkzeuge, die mit einem Startdruck arbeiten, wie Tacker, Farbspritzpistolen, Schleifer, Sandstrahlgeräte, Abbruchhämmer oder Schlagschrauber.
Luftkompressoren mit Druckbehälter haben den Vorteil, dass sich der Motor automatisch abschaltet, sobald der voreingestellte Druck im Behälter erreicht ist.
Kompressoren van HBM Machines
Wartung eines Kompressors
Welche Wartungsarbeiten benötigt mein Kompressor?
Beachten Sie immer die Anweisungen in der Bedienungsanleitung Ihres Kompressors, da sich die Wartung je nach Modell unterscheiden kann.
Lesen Sie die Wartungstipps in der Anleitung sorgfältig durch.
Lassen Sie das Kondenswasser aus dem Tank ab, indem Sie das Ablassventil am tiefsten Punkt des Tanks öffnen. Dieses befindet sich immer am Boden des Tanks. Je nach Nutzung sollte dies einmal pro Woche oder einmal pro Monat erfolgen.
Prüfen Sie den Ölstand, falls vorhanden.
Wechseln Sie das Öl, falls vorhanden, gemäß den Anweisungen in der Anleitung.
Bei manchen Kompressoren ist ein umfangreicheres Wartungsverfahren, insbesondere hinsichtlich der Dichtungen, erforderlich.
Überprüfen Sie die Luftfilter und stellen Sie sicher, dass sie staubfrei sind.
Prüfen Sie den Antriebsriemen, falls vorhanden.
Welcher Kompressor für welchen Zweck?
Für die meisten Arbeiten benötigen Sie einen Kompressor mit Speichertank. Der Grund dafür ist, dass viele Werkzeuge einen Mindestdruck benötigen. Dieser liegt in der Regel zwischen 6,2 und 6,5 bar. Außerdem wird häufig ein hohes Luftvolumen benötigt, um das Werkzeug in Betrieb zu halten.
Das Luftvolumen kann bei einem Arbeitsdruck von 6,5 bar zwischen 100 und 250 Litern pro Minute variieren. Dieser Wert kann steigen, wenn das Werkzeug schneller rotiert und mehr Leistung benötigt.
Beispielsweise können LKW-Schlagschrauber oder Exzenterschleifer einen deutlich höheren Luftbedarf haben und teilweise auch einen höheren Arbeitsdruck erfordern.
Bei der Auswahl sollten Sie berücksichtigen, wie lange Sie das Werkzeug am Stück verwenden möchten, damit die Arbeit nicht durch zu lange Ladezeiten unterbrochen wird.
Für eine Werkstatt mit geringer Auslastung empfiehlt sich ein Tank mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern sowie eine Luftpumpe, die mit einem Druck von 8 bar (Einschalten) bis 10 bar (Ausschalten) arbeitet und eine Nettoleistung von etwa 250 bis 300 Litern pro Minute aufweist. So haben Sie genügend Spielraum, um mit einer begrenzten Anzahl von Werkzeugen gut arbeiten zu können.
Größere Werkzeuge und anspruchsvollere Arbeiten erfordern einen anderen Kompressor, da sie oft ein höheres Luftvolumen bei gleichem Arbeitsdruck benötigen. In diesem Fall ist größer oft besser, insbesondere wenn es um die Zeitspanne zwischen dem Ein- und Ausschalten des Kompressors geht.
Letztendlich ist es die Pumpe, die Sie während Ihrer Arbeit im Auge behalten müssen, wenn sie anspringt, weil der Druck im Tank unter den Mindestdruck fällt – nicht der Tankinhalt. Der Tank unterstützt Sie nur in den ersten Sekunden oder Minuten Ihrer Arbeit.
Im Allgemeinen gilt: Je größer die Durchflussöffnung, desto größer ist das durchströmende Volumen. Gleiches gilt für den Arbeitsdruck: Je höher der Arbeitsdruck, desto größer das Volumen.
Beachten Sie, dass die ideale Lösung oft aufwendiger ist als notwendig. Irgendwann muss man sich für eine Lösung entscheiden, mit der man zuverlässig arbeiten kann – sonst wird daraus schnell eine unnötig große und teure Investition.
In der Praxis lässt sich jedoch meist ein sinnvoller Mittelweg finden.
Welchen Kompressor benötige ich für meine Reifenmontiermaschine?
Empfohlen wird ein Kompressor mit einem Tankvolumen von mindestens 50 Litern und einer Nettoleistung von mindestens 150 Litern pro Minute bei 6 bar. Hierbei geht es hauptsächlich um den Arbeitsdruck.
Beachten Sie, dass das Aufdrücken des Reifens den größten Luftverbrauch verursacht, während die Klemmen und der Arm deutlich weniger Luft benötigen. Wenn Sie das Gerät jedoch mehrfach bei hohem Druck einsetzen, benötigen Sie einen leistungsstärkeren Kompressor.
Welchen Kompressor benötige ich zum Aufpumpen von Reifen?
Prinzipiell kann jeder Kompressor, insbesondere kleinere Modelle, für diesen Zweck verwendet werden. Wählen Sie jedoch keine allzu kleine Variante.
Falls keine Steckdose in der Nähe ist, verwenden Sie einen tragbaren Kompressor. Ein Tank ist zum Aufpumpen von Reifen nicht unbedingt erforderlich, da der Reifendruck über das Manometer gemessen wird.
Welchen Kompressor benötige ich für einen Tacker?
Kleine Tacker können mit einem Kompressor mit kleinem Druckbehälter und geringerer Nettopumpenleistung betrieben werden, der zwischen 6 und 8 bar arbeitet. Für den professionellen Einsatz empfehlen wir einen Tank mit einem Volumen von mindestens 24 Litern.
Große Tacker erfordern mitunter einen höheren Arbeitsdruck. In diesem Fall benötigen Sie einen Kompressor, der zwischen 8 bar (Einschalten) und 10 bar (Ausschalten) arbeitet. Für den professionellen Einsatz empfehlen wir einen Tank mit einem Volumen von mindestens 50 Litern.
Die Geschwindigkeit, mit der Sie arbeiten, ist entscheidend für das erforderliche Volumen. Wenn Sie langsam arbeiten, muss die Pumpe weniger leisten. Wenn Sie schnell arbeiten, benötigen Sie eine höhere Nettopumpenleistung.
Welchen Kompressor kann ich für eine Ausblaspistole verwenden?
Im Prinzip kann jeder Kompressor – mit oder ohne Tank – dafür verwendet werden. Ohne Tank ist man jedoch stark von der Nettoleistung der Pumpe abhängig.
Mit einem Druckbehälter hat man auch bei niedrigeren Drücken eine gewisse Unterstützung. Im Durchschnitt kann man mit jedem Kompressor einen Arbeitsdruck zwischen 2 und 4 bar erzeugen, abhängig von der Öffnung der Ausblaspistole. Die Einsatzdauer kann jedoch stark variieren.
Welcher Kompressor eignet sich zum Sandstrahlen?
Zum Sandstrahlen benötigen Sie einen leistungsstarken Kompressor, der einen ausreichend hohen Luftstrom liefert.
Für kleinere Arbeiten sollten Sie mit einem Tankvolumen von mindestens 100 Litern und einem erforderlichen Output von 250–400 l/min rechnen. Für den intensiven Dauereinsatz sind 1000 l/min oder mehr erforderlich, bei einem Tankvolumen von mindestens 200–250 Litern. Der Druck variiert zwischen 3 und 10 bar.
Für das Strahlen wird viel Luft benötigt, und der gesamte Luftverbrauch hängt vom Strahldurchmesser und dem Druck ab, mit dem gearbeitet wird.
Eine kleine Öffnung (4 mm) benötigt bei einem Druck von 5 bar weniger Volumen als eine größere Öffnung (6 mm). Außerdem erhöht ein höherer Strahldruck bei gleicher Öffnung das Volumen und verkürzt somit die Strahldauer.
Es ist daher wichtig, dass die Pumpleistung des Kompressors möglichst Ihrem Verbrauch entspricht.
Wenn dies nicht der Fall ist (und das wird bei den meisten Nutzern zutreffen), nimmt die Strahldauer schnell ab. Sie müssen dann selbst entscheiden, ob die verfügbare Zeit für Ihre Arbeit ausreicht oder ob Sie den Vorgang wiederholen müssen. Hier ist oft Geduld gefragt.
Richtwert:
Ein Kompressor mit einem Tankvolumen von 100 bis 250 Litern und einer Pumpleistung von mindestens 400 l/min netto bei einem Anfangsdruck von 8 bar (bis zu 10 bar) ermöglicht bei 5 bar etwa 4 bis 5 Minuten Strahlzeit mit einer Düsenöffnung von 5 mm.
Eine kleinere Öffnung und ein niedrigerer Druck verlängern die Strahldauer; eine größere Öffnung und ein höherer Druck verkürzen sie.
Welcher Kompressor eignet sich zum Spritzlackieren?
Das Spritzlackieren kann in vielen Fällen bereits mit einem kleineren Kompressor durchgeführt werden. Vorzugsweise wählen Sie ein geräuscharmes Modell, da dieses kein Öl enthält, das in die Luft gelangen kann. In diesem Fall benötigen Sie lediglich einen Luftentfeuchter.
Ein Tankvolumen von 10 bis 24 Litern ist für Airbrush mehr als ausreichend (Airbrush-Geräte verfügen oft über einen eigenen Kompressor).
Für normales Spritzlackieren reichen 50 Liter aus, bei einer Nettopumpleistung von 100–150 l/min.
Je nach Druck und Öffnung des Sprühkopfes wird mehr oder weniger Volumen benötigt, in der Regel etwa 125 l/min bei 2 bis 2,5 bar (maximal).
Dies gilt, sofern Sie keine besonders leistungsstarken Sprühgeräte verwenden. Ist dies der Fall, sollten Sie sich bei Ihrem Lieferanten erkundigen, welche Anforderungen genau gelten.